Selbstfindung

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Noch vor einigen Jahren wurde Selbstfindung als esoterische Spinnerei belächelt. Doch mittlerweile hat ein Umdenken eingesetzt. Die ständige Leistungsbereitschaft, berufliche Höchstleistungen, Doppelbelastung und eine extreme Verlagerung von innen nach außen führen zu seelischem Raubbau. Die Folgen: ein Gefühl innerer Leere und Rastlosigkeit – im schlimmsten Fall ein Burnout.

Langsam kommen wir zu der Erkenntnis, dass der Mensch nur dann in der Lage ist, sein gesamtes Potenzial zu entfalten, wenn Körper und Seele in harmonischem Einklang sind.
Um den Teufelskreis der Fremdbestimmung, des  Hinterherlaufens, des Hamsterrades wieder zu verlassen, ist es wichtig, den Blick ganz bewusst nach innen zu richten. Wer sich wieder finden  und besser kennen lernen will, sollte deshalb feste Auszeiten der Selbstfindung in den Alltag einbauen.

Es ist außerdem eine gut gesicherte psychologische Tatsache, dass unser Selbstbild nie ganz vollständig ist, denn unsere Selbstwahrnehmung ist durch sogenannte blinde Flecken beeinträchtigt und wir sehen uns oft nicht so wie andere es tun. Pferde, als hochsensible Flucht- und Herdentiere, können uns hier helfen. Lerne ich neue Fassetten an mir kennen, entdecke ich manchmal tiefvergrabene Persönlichkeitsanteile und finde in diesem Prozess zu mir selbst.

Selbstfindung, heißt den ganzen Menschen kennen lernen und aus dem Gesamtbild die innere Stärke gewinnen. Pferde spiegeln uns. Ganz wertfrei, zeigen sie uns unsere geliebten aber auch ungeliebten Seiten auf und ermöglichen uns dadurch ganz zu werden und uns selbst zu finden.

Unser Körper kann nicht lügen und drückt immer das aus, was wir fühlen. Deshalb ist es auch nicht möglich Pferden, die Spezialisten für Körpersprache sind, etwas vormachen.

Das bedeutet: Der Mensch muss sich im Geiste weiterentwickeln. Dabei helfen ihm die Pferde. Er sollte unabhängig werden von falschen, einschränkenden Glaubensätzen und Konstruktive  entwickeln, fähig sein zur Selbstbeobachtung und Selbstkritik, ehrlich zu sich selbst sein und sich trauen, das auszudrücken was er denkt und vor fühlt. Diese neugewonnenen geistigen Qualitäten lassen sich eins zu eins in den Alltag integrieren und helfen uns nicht nur im Umgang mit den Pferden sondern in jeder Hinsicht.