NOW Programm- Ich komme jederzeit wieder

Liebe Christiane, liebe Carol, liebe Judith,

So vieles ist passiert, ich weiss gar nicht wo anfangen. Und einen gescheiten Kommentar schreiben, gleiches Problem.

Diese zweite NOW-Woche war der Hammer. Natürlich mit der ersten als Basis. Für mich hat sich viel geändert. Und was ja alles sagt, mein Sohn kann wieder lachen!

Mit Sioux läuft auch vieles gut bis sehr gut. Gestern habe ich ihn longiert und es gut gegangen. Ich fühlte mich sehr gut.

Wenn ich mit meinem Sohn in den Stall gehe, habe ich noch Mühe, die Body Scans zu machen, respektive mir die Zeit zu geben, sie ganz zu machen. Manchmal bin ich versucht, eine Abkürzung zu nehmen!

Wir sind am Ausprobieren eines neuen Sattels. Der alte passt gar nicht mehr. Ich binde Sioux nicht an zum Putzen und Satteln und Zäumen. In letzter Zeit läuft er manchmal davon oder reisst den Kopf hoch. Ich weiss jetzt nicht, sind es die schnellen Scans oder ist es der neue Sattel. Kürzlich auf einem Ausritt war er nicht so recht dabei. Er blieb immer wieder stehen und schaute umher. Es war merkwürdig. Und über den Augen hatte er Kummerfalten. Ich habe den Ausritt abgekürzt. Ich kann nicht sagen, dass ich Angst hatte, aber es war gar nicht schön.
Da werde ich mal mit den Scans weiterschauen.

Wir hatten aber auch sehr schöne Ausritte. Einmal kamen wir an eine sumpfige Stelle und ich machte mir schon Sorgen. Da kam von hinten, mein Sohn oder Sioux?, so was wie „Übertreib mal nicht“!

Manchmal beim Putzen und Satteln oder abduschen ist Sioux auch ganz entspannt. Er geniesst es. Das sind schöne Momente.
Das Koppen wurde deutlich weniger.

Sehr hilfreich ist mir auch die Liste mit den positiven Gefühlen. Ich vermisste ja schmerzlich die überwältigend schönen Momente, wo ich die Welt umarmen möchte und realisierte nicht, dass es auch weniger intensive, schöne Momente gibt. Diese sind immer wieder da und ich kann sie geniessen.

Der Journey Ride (zuerst verstand ich immer Johnny Ride!) war sehr aufwühlend. Ich musste sehr stark schauen, dass das falsche Selbst nicht ganz Oberhand gewann. Nicht mal das kannst du! Aber eigentlich hat er mir sehr viel gebracht. Diese starke Verletzbarkeit und dann das Falsche Selbst auf Hochtouren. Das passiert mir ja immer wieder beim Reiten oder Klettern. Jetzt konnte ich ein wenig begreifen, was da abläuft und langsam die Situation entschärfen. Mit Sioux fühle ich mich immer wieder ganz gut.
Auch das „tief atmen, Wasser trinken und hilfreiche Gedanken denken“ hilft mir sehr. Die guten Erinnerungen werden stärker.

 

Weiter muss ich üben mit dem Grenzen setzen. Mit meinem Mann geht es ganz gut. Ich kann es ihm gut erklären, dass es nicht gegen ihn geht sondern für uns zusammen. Und er ist voll dabei.

Ihr seht, da läuft gewaltig viel. Es ist nicht einfach, im Alltag bei sich zu bleiben. Aber ich bin daran.

Dieses NOW hat mich echt weiterr gebracht. Immer öfters kann ich Krisen und Krischen erkennen und überwinden. Dann kommt natürlich immer mehr der Glaubenssatz “es darf nicht gut werden” in Aktion. Das falsche Selbst ist so kreativ – mit der Zeit kann ich hoffentlich diese Kreativität wirklich für mich nutzen!

Ich bin sehr zuversichtlich. Ich denke, ich bin wirklich über diese Krise hinweg.

Ich danke euch ganz herzlich für alles. Ich käme jederzeit wieder.

 

 

 

Ich danke dir und Judith und Carol unendlich.

Felicitas

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