Führungstraining- mal ganz anders

Wer ist hier der "Chef" ? Oder bin ich die Führungsperson, die ich zu sein glaube?

Wer ist hier der “Chef” ? Oder bin ich die Führungsperson, die ich zu sein glaube?

Consensual Leadership – ein anderes Führungstraining

Nach wie vor ist in unseren Köpfen das Führen durch Dominanz vorherrschend. Im Berufsleben haben die meisten Menschen auf der einen Seite das Gefühl sich beweisen zu müssen, auf der anderen Seite aber auch sich schützen zu müssen, keine Schwäche zeigen zu dürfen. Es gibt viele heimliche, oft unbewußte, Machenschaften, mit denen wir uns das Leben gegenseitig schwer machen. Hinzu kommt, dass viele Menschen von ihren eigenen Führungsfähigkeiten ein ganz anderes Bild haben als alle anderen. Hier ist ein Führungstraining sinnvoll.

Bis heute wird die Evolutionslehre des Dominanten vertreten, aber die Natur zeigt immer wieder, dass nicht der dominanteste führt, sondern der, der mit der neuen Situation am besten umgehen kann. Aber wie funktioniert Führung, wenn Dominanz nicht allein entscheidend ist? Weiß denn die linke Hand dann was die rechte tut?

Der amerikanische Horseman Mark Rashid, aus Colorado, prägte z.B. den Begriff des »Passiv Leadership« und beschreibt damit einen Führungsstil, bei dem die Herde ihren Führer wählt. Die Herde wählt das Pferd, das am klarsten, klügsten, vertrauensvollsten und gelassensten ist. Einer solchen Führung folgen sie freiwillig und freudig. Und zeigt dieses gewählte Führungspferd mal eine Schwäche, wird nicht gleich an seinem Stuhl gesägt. Solange das Pferd zuverlässig, ehrlich und echt, sozusagen authentisch führt, bleibt die Führung bestehen, auch wenn dass Führpferd mal nicht “Bescheid weiß”. Passiv Leadership heißt nicht Nichts tun, es heißt man muss klar, beständig, vertrauensvoll, gelassen und oft auch weise sein, aber man muss nicht perfekt sein.

Die sogenannten Alpha-Style Leader gibt es in der Tierwelt und im Herdenverband genauso wie im wahren Leben, aber es sind meistens die Pferde, die auf der Wiese alleine stehen, die von allen anderen Pferde gemieden werden und an deren Führung sofort gesägt wird, wenn sie Schwächen zeigen.

Linda Kohanov hat in ihrer Arbeit nachgewiesen, dass in Herden die Führung oft geteilt wird, je nach Bedarf übernimmt das Pferd die Führung, das der Situation am gerechtesten werden kann. Es ist ein fließender Wechsel der Führung, ein “consensual Leadership”, die Führung im Einvernehmen.
Aus diesen Erkenntnissen können wir einen völlig anderen Führungsstil entwickeln. Wir können uns die Weisheit des Beute- und Herdentieres nutzbar machen.

Leben im Haifischbecken, ständiger Konkurrenzkampf, sich beweisen müssen, sich schützen müssen führt zu Verschwendung von Kraft, Energie, Kreativität und Potential. Die Weisheit des Beutetieres öffnet Türen der Gemeinsamkeit, des sich gegenseitigen Unterstützen, der Synergie und Konvergenz.

Die sieben Grundlagen

1. Gefühle als Informationen verstehen. (Sowohl die eigenen, wie des Gegenübers)
2. Höre auf dein »Pferd«. (Den eigenen Körper als Informationquelle nutzen)
3. Die Ansteckungskraft von Gefühlen (wissen, erkennen, beeinflussen)
4. Tritt einen Schritt zurück und atme aus. (respektvoller Umgang miteinander)
5. Öffne den Weg für Neues. (hindernde Verhaltensmuster erkennen und eliminieren)
6. Das Prinzip der wechselnden Führung. (sich führen lassen ohne die Führung zu verlieren)
7. Führe authentisch. (“echt” sein ist eine Herausforderung)

Ziel der Führungstrainings ist die Schulung in der »Kunst der Herdenführung«. Dazu gehören Führungs- und Teamerfahrungen in wechselnden Rollen. Schulung nonverbaler Führungs- und Kommunikationswege. Motivationstraining. Führung durch Zuhören. Neue Wege der Konfliktlösung. Consensual Leadership.